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Lindt-Hase hoppelt durch TV-Show
Dem Berliner TV-Sender Sat 1 steht nun ordentlich Ärger ins Haus. In der Ostershow “Jetzt geht’s um die Eier” mit Hugo Egon Balder im Jahre 2006 sollen verbotene Werbebotschaften platziert gewesen sein. Das Studio war damals recht üppig dekoriert und diese Dekoration wurde vom Schweizer Süsswarenhersteller “Lindt” gestellt. Überdimesionale Goldhasen und Werbebanner der Firma sorgten für gehörige Aufregung. Einmal soll sogar das rote Halsband des Osterhasens eingeblendet gewesen sein auf dem in riesigen Lettern der Schriftzug von “Lindt” zu sehen war.
Die Medienhüter von Rheinland-Pfalz waren sich einig, dass es sich um verbotene Schleichwerbung handelte. Sat 1 hingegen verteidigte sich vehement mit dem Argument, dass die Halle nicht vom Sender sondern von einer externen Firma organisiert worden war. Die Verantwortlichen von Sat.1 waren sich somit keiner Schuld bewusst und klagten gegen die Beanstandungen der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK). Zu Unrecht, wie sich jetzt herausstellte. Denn die Richter entschieden nun einstimmig, dass Sender auch dann verantwortlich seien, “wenn sie eine Show in einem Stadion aufzeichnen, in dem externe Firmen die Veranstaltung mitorganisieren und Werbeinhalte platzieren”.
Dies war nicht der erste Verdacht auf Schleichwerbung bei Sat 1. Schon früher wurde vom Sender über fünf Jahre lang gezielt Product Placement eingesetzt. Damals lagen den Redakteuren Abrechnungen, Briefe und Listen vor, die bestätigen sollten, dass Sat.1 Product Placement im Frühstücksfernsehen und Vorabendprogramm betrieben habe. Bei den Firmen handelte es sich laut eigener Aussage um Versicherungs- , Pharma- und Finanzkonzerne. Rund 20 000 Euro sollen pro Bericht an den Sender geflossen sein, wobei der Berliner Fernsehsender insgesamt über eine Million Euro abkassierte. Sat.1 hat nun Klage eingereicht, um die Beanstandung gegen die “Lindt”-Schleichwerbung aufzuheben.
Autor: Alice
Wir danken für Bilder kino-govno.com, ign.com, ropeofsilicon.com, worstpreviews.com, itvx.net sowie der Google-Suche und allen anderen, die wir vergessen haben zu erwähnen
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