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Unilever: Kreatives Branded Entertainment
Go Green & Small with all®.
So lautete ein Slogan der Firma Unilever im Jahre 2007. Dieser Satz mag auf den ersten Blick nicht recht schlüssig erscheinen, doch weiss man ein kleines Detail, so ist er raffiniert: Ein Produkt, genauer gesagt ein Waschmittel, von Unilever trägt den Namen “All”. Dieses kleine Fläschchen ist besonders umweltfreundlich konzipiert und genau diese Tatsache machte sich Unilever zu Nutze und startete eine ausgedehnte Kampagne in den USA. Was heisst Kampagne, das Ganze entpuppte sich als landesweiter Wettbewerb, mit dem Ziel die “grünste” Primarschule in den USA zu finden. Zielgruppe waren Primarschüler und ihre Eltern, die sich durch Magazine und Web-Anzeigen anmelden konnten. Auf diese Weise konnte Unilever sein Engagement für den Umweltschutz noch deutlicher zeigen und sein Produkt sozial engagierten Menschen schmackhaft machen.
Die Aufgabe der Teilnehmer war es, gemeinsam mit ihren Familien kleine, umweltfreundliche Veränderungen in ihrem Haushalt durchzuführen (wie etwa zu “All”-Waschmittel zu wechseln) und Bekannte und Verwandte zu ermutigen, sich ebenfalls für die Umwelt zu engagieren. Ihre Fortschritte mussten die Mitwirkenden in so genannte “report cards” eintragen.
Der Schule, die am Ende den höchsten Prozentanteil an “report cards” hatte, winkten ausser 50 000 US-Dollar für Umweltschutzmassnahmen auch noch ein Jahresvorrat an “All-Small and Mighty”-Produkten und ein Auftritt in der “The Ellen DeGeneres Show”, deren Sponsor Unilever ist. Der Preis, der die Kinder jedoch wahrscheinlich am meisten anspornte, war ein solarbetriebener iPod Shuffle MP3-Player für jeden einzelnen Schüler. Der Erfolg der Kampagne war gigantisch: Über 3000 Grundschulen nahmen teil, der Wettbewerb fand grosse Präsenz in den Medien und die Bilanz insgesamt war mehr als zufriedenstellend. Ein Beispiel, an dem man einmal mehr sieht: Engagement und Innovativität im Marketing zahlen sich aus.
Autor: Alice
Wir danken für Bilder kino-govno.com, ign.com, ropeofsilicon.com, worstpreviews.com, itvx.net sowie der Google-Suche und allen anderen, die wir vergessen haben zu erwähnen



Das Einzige was ich bedenklich finde, ist dass diese Aktion in den Primarschulen durchgeführt wurde. Unilever wäre besser gefahren, wenn das Unternehmen die ganze Kampagne von der All-Marke entbunden hätte.
Kinder sollte man nicht brandmarken.