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LG spielt mit Branded Entertainment
Seit den 1990er Jahren ist das Wissen des Publikums über Werbung kontinuierlich gestiegen. Diese Tatsache nutzten Werbeschaffende immer wieder zu ihrem Vorteil, indem sie mit Werbebotschaften spielten oder Selbstverweise benützten. In der gleichen Art und Weise schien nun die Marke LG bereits ein gewisses Know-how seiner Zielgruppe über Branded Entertainment vorauszusetzen. Der Unterhaltungselektronik-Hersteller machte sich nämlich den Gedanken an Branded Entertainment zu Nutze und kündigte eine brandneue TV-Serie an. Nahezu weltweit pries LG “Scarlet” mit einer eigenen Homepage, einem Trailer und Interviews der Beteiligten an.
Als Hauptdarstellerin sollte die feurige Nastassia Malthe fungieren, die bereits im Film “DOA: Dead or Alive” im Jahre 2008 zu sehen war. In den vergangenen Wochen sorgte “Scarlet” für jede Menge Aufsehen dank dem Trailer, der auf ProSieben und Sat.1 geschaltet wurde. Das Logo der Marke LG erschien nur sehr unauffällig am Schluss. Eine eigene Premiere der Serie holte sogar Lindsay Lohan aus dem Bett.
Ein immenses Presseaufgebot und zahlreiche Hollywood-Stars schritten den Roten Teppich entlang, in der freudigen Erwartung die neue Hit-TV-Serie und deren Star zu sehen. Den “Star” Nastassia Malthe bekamen sie zu sehen, doch in einer anderen Funktion als sie es erwartet hatten. Denn als die Lichter gedimmt wurden und jedermann voller Spannung ins Popcorn griff, enthüllte LG nicht “Scarlet” den Fernseh-Star, sondern “Scarlet”, den Fernseher. “Scarlet” ist nämlich keine Fernsehserie sondern eine Fernseher-Serie.
Autor: Lory
Wir danken für Bilder kino-govno.com, ign.com, ropeofsilicon.com, worstpreviews.com, itvx.net sowie der Google-Suche und allen anderen, die wir vergessen haben zu erwähnen
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