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Tie-ins


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© Wonderland 2006

Definition

Tie-Ins sind von ihrem Charakter her mit Merchandising vergleichbar, werden aber nicht gezwungenermassen für den Verkauf eines unmittelbar mit dem Film verbundenen Produktes eingesetzt (vgl. Blanchet 2003: 119). Bei Tie-Ins kommt es vielmehr zu einer Kooperation zwischen einem externen Produkthersteller und der Filmproduktion, indem der Film vorübergehend als Werbeträger eingesetzt wird (vgl. ebd 2003: 119). Tie-Ins bezeichnen demnach den temporären Einsatz von Elementen einer Medienproduktion zur Promotion nicht direkt mit ihr zusammenhängender Güter oder Dienstleistungen.

Geschichte

Der erste Tie-In-Deal wurde 1929 von Disney abgeschlossen, indem Disney zum ersten Mal das Recht am Gebrauch des Mickey Mouse Bilds für Schreibtafeln für 300 USD verkauft hat (vgl. Handy 1996: 74). Seit diesem Zeitpunkt können fast bei jeder grossen Product Placement Kampagne auch Tie-Ins gefunden werden. So sind die BMW-Kampagnen zum Filmstart von „James Bond“-Filmen weitgehend bekannt. BMW bediente sich in den Werbespots der Filmelemente aus „Tomorrow Never Dies“ (1997) und „The World Is Not Enough“ (1999).

Wirkung

Tie-Ins können zum einen das Placement Engagement unterstützen oder davon unabhängig Aufmerksamkeit für eine Marke generieren. Neben Awareness, erhoffen die Firmen wiederum verstärkten Absatz von ihren Produkten, wie es bei Product Placement der Fall ist. Während aber durch Produktintegration markenstrategische Ziele erreicht werden können, ist das bei Tie-Ins lediglich begrenzt möglich und zwar dann, wenn der Tie-In Partner im Film sein Produkt platziert hat. Ist dies nicht der Fall, eignet sich Tie-In lediglich als unterstützende Werbemassnahme für bestehende Produkte und Dienstleistungen.

Literatur:
Handy, Bruce (1996): 101 MOVIE TIE-INS. With merchandising money rivaling its box-office take, Hollywood is saying, Attention shoppers! In: Time Canada 148, H. 24, S. 74-77.
Blanchet, Robert (2003): Blockbuster.Marburg.


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