Der Verband Schweizer Presse hat eine umfangreiche Studie zum Medienkonsum von Jugendlichen durchgeführt.
Die Untersuchung, welche 500 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren genauer unter die Lupe nahm, kam zu einer wichtigen Erkenntnis. Obwohl das Internet die jungen Mediennutzer entscheidend beeinflusst, verlieren die Printmedien nicht vollkommen an Bedeutung. Die Mehrheit der Teenager kann man als völlige Medienfans bezeichnen, welche mehrere Medien oft gleichzeitig benutzen.
Die Untersuchung ergab verschiedene Gruppen von jugendlichen Mediennutzer. So surft beispielsweise der Computerfreak intensiv im Internet und liest weniger Zeitung. Der ernste Allrounder aber, vertieft sich gezielt auf ein Medium und stöbert vor allem auch mehr in Zeitungen, als im Internet nach Neuigkeiten. Die dritte Gruppe, die Träumer sind überwiegend junge Frauen und wissen nicht so recht, was sie überhaupt wollen. Die easy Listeners, die vierte Gruppe, sind ebenfalls vor allem Frauen, welche Radio hören und Spass an einer Informationsvielfalt haben.
Der Verband hat mit dieser Untersuchung eine Pionierarbeit geleistet, denn es existierten bis zum heutigen Zeitpunkt sehr wenig Informationen über das Medienverhalten von Jugendlichen. Der Grund dafür ist, dass für Werber und Werbeauftraggeber die Teenager lange Zeit eine wenig lukrative Zielgruppe waren. Denn bekanntermassen sind Jugendliche einkommensschwach und stellen demographisch gesehen eine Minderheit dar. Durch die neuen Verbreitungsformen multimedialer Medien sind die Teenager jedoch wieder interessant geworden. Denn es ist interessant und wichtig, Informationen darüber zu haben, wie das Medienverhalten in der Schweiz in Zukunft aussehen wird.
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